Regel Nr. 1 auf der Kreditsuche: Kreditkonditionen vergleichen!

Dieser Kreditratgeber klärt auf worauf bei einem erfolgreichen Kreditantrag zu achten ist

Darlehen sind schon seit der Antike eines der einträglichsten Geschäfte überhaupt für den Kreditgeber. Doch auch für den Schuldner kann sich ein Kredit lohnen. Damit beide Seiten davon profitieren können, stellt Ihnen SeriöseKredite.de einen umfangreichen Ratgeber zur Verfügung. Hier erfahren Sie alles, was Sie wissen müssen, wenn Sie einen Kredit aufnehmen wollen. Das Wissen, das wir Ihnen zur Verfügung stellen, soll Ihnen dabei helfen, den besten Kredit zu finden, Ihre persönlichen Möglichkeiten zu kennen und Ihre Chancen auf eine Bewilligung zu verbessern. Wir sagen Ihnen, wie Sie unseriöse Anbieter erkennen, welche Kreditkonditionen Sie besonders unter die Lupe nehmen sollten und wie Sie herausfinden, welche Kreditart sich für Ihre Bedürfnisse am Besten eignet. Dazu erklären wir Ihnen auch, welche Unterschiede es zwischen den verschiedenen Kreditformen gibt, auf welche rechtlichen Rahmenbedingungen Sie achten sollten und wie Sie es vermeiden können, für einen Kredit zu viel Geld zu bezahlen.

Infografik Ratenkredite

Gute Zeiten für Kreditnehmer

Für alle, die jetzt einen Kredit aufnehmen müssen oder wollen, gibt es jedoch gute Nachrichten: Selten zuvor waren Kredite so günstig zu bekommen wie in der letzten Zeit. Das liegt zum einen an der lang andauernden Periode des Niedrigzinses, da der Leitzins sich inzwischen seit Jahren auf einem Rekordtief befindet. Zum anderen bietet aber auch das Internet Kreditnehmern völlig andere Möglichkeiten. Durch Direktbanken oder dem Online-Vertrieb von herkömmlichen Kreditinstituten sind die Kosten für Kredite bedeutend gesunken. Kreditgeber müssen keine Filiale mehr unterhalten und geben weniger Geld für Beratungspersonal aus. Diese Ersparnis geben sie an die Kunden weiter. Zusätzlich ist ein Kreditvergleich für Sie viel einfacher geworden. Zum einen können Sie selbst von zuhause aus im Internet auf den Webseiten der Banken recherchieren, zum anderen nehmen Ihnen Kreditvergleiche einen Großteil der Arbeit ab. Zusätzlich können Sie den Service von Kreditvermittlungsdiensten in Anspruch nehmen, die für Sie den günstigsten Kredit finden, sodass sich die geringen Mehrkosten lohnen. Auf diese Weise steigt natürlich auch der Konkurrenzdruck unter den Banken. Wenn ehemalige Stammkunden problemlos und mit wenig Zeitaufwand wesentlich günstigere Angebote im Internet finden können, müssen sie vergleichbare Konditionen bieten, um sie weiterhin an ihr Unternehmen binden zu können. All das sorgt dafür, dass Kredite nur selten zu besseren Konditionen abgeschlossen werden konnten als momentan.

Wie läuft die Kreditvergabe ab?

Um einen Kredit zu erhalten, sind folgende Schritte unumgänglich:

  1. Der Kunde stellt einen Kreditantrag.

Hierfür sind folgen Daten notwendig: Angaben über die Person, Sicherheiten, finanzielle Lage, Kreditsumme, Kreditlaufzeit, Verwendungszweck, Rückzahlungswünsche. Zudem ist für die meisten Kreditanträge die Erlaubnis, eine Schufa-Auskunft einzuholen, Voraussetzung.

  1. Die Bank prüft Kreditfähigkeit und Kreditwürdigkeit.

Damit ein Kreditnehmer als kreditfähig gilt, muss er volljährig sein und es dürfen keine Einwilligungsvorbehalte in finanziellen Angelegenheiten vorliegen. Minderjährige benötigen die Genehmigung ihrer gesetzlichen Vertreter und des Familiengerichts.

Die Kreditwürdigkeit ist auch unter Bonitätsprüfung bekannt. Sie wird auch wirtschaftliche Kreditfähigkeit genannt. Die Banken überprüfen hier mit Unterlagen über den finanziellen Status des Antragsstellers und den Informationen aus Auskunfteien wie der Schufa, ob der Antragssteller in der Lage ist, den Kredit zu tilgen.

  1. Anschließend prüft und bewertet sie die angebotenen Kreditsicherheiten.

Kreditsicherheiten können von Kreditinstituten dazu genutzt werden, das Forderungsrisiko zu vermindern. Ob und welche Sicherheiten erforderlich sind, hängt von der Bonität des Antragsstellers und der Kreditsumme und – Laufzeit ab.

  1. Verlaufen diese Prüfungen zufriedenstellend, erhält der Kunde die Kreditzusage.

Eine widerrufliche Kreditzusage kann dabei jederzeit durch die Bank zurückgenommen werden. Eine unwiderrufliche Kreditzusage bedeutet hingegen, dass nur eine Kündigung innerhalb der vertraglichen und gesetzlichen Regeln die Auszahlung des Kredites verhindern kann.

Solange der Kunde das Angebot des Kreditinstitutes nicht unterschrieben hat, ist die Bank an die Kreditzusage gebunden. Dem Kreditnehmer entsteht erst bei der Unterzeichnung eine Abnahmeverpflichtung. Häufig begrenzen Banken deswegen die Dauer ihres Kreditangebotes. Sie trägt das Zinsänderungsrisiko und ist deswegen daran interessiert, dass die Kreditzusage nicht all zu lange Bestand hat. Diese Verfahrensweise ist jedoch häufig für den Kunden von großem Vorteil: Kann er die gewünschte Investition doch nicht tätigen, beispielsweise weil ein anderer Käufer den Zuschlag für eine Immobilie erhält, muss er auch den Kredit nicht aufnehmen.

  1. Der Kreditvertrag wird durch Unterschriften gültig.

Nach der Zusage hat der Antragssteller in der Regel einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen, um den Vertrag zu unterzeichnen und so gültig zu machen. Im Vertrag müssen aufgeführt sein:

  • Kreditart
  • Kreditbetrag
  • Kreditzinsen
  • Kreditlaufzeit
  • Tilgungen
  • Kreditsicherheiten
  • Offenlegung der wirtschaftlichen Verhältnisse
  • Covenants
  1. Der Kunde stellt die Kreditsicherheiten

Je nach Darlehensart gibt es verschiedene Möglichkeiten der Absicherung von Krediten. Bei hohen Kreditsummen sichern sich die Kreditinstitute Darlehen in der Regel immer durch Sicherheiten ab.

Infografik seriöse Kredite

Grundschuld oder Hypothek

Bei einer Immobilienfinanzierung wird als Sicherheit zu Gunsten der finanzierenden Bank eine Grundschuld oder Hypothek in das Grundbuch des Beleihungsobjektes eingetragen. Der Unterschied zwischen Grundschuld und Hypothek liegt lediglich darin, dass eine Hypothek an das Bestehen einer Forderung gebunden ist, das heißt, die Rückzahlung des Darlehens führt zur sofortigen Löschung der Hypothek. Die Löschung einer Grundschuld muss extra beantragt werden. Üblich ist heute die Eintragung einer Grundschuld, Hypotheken werden nur noch selten verwendet. Sollte es im Extremfall dazu kommen, dass der Kredit nicht mehr bedient wird, so ist die Bank dazu berechtigt, aufgrund der Grundpfandrechte die Zwangsversteigerung des Objektes zu betreiben.

Sicherungsübereignung

Da Ratenkredite oftmals zur Autofinanzierung verwendet werden, dient hier die Sicherungsübereignung des PKWs als Sicherheit. Für die Kreditlaufzeit wird dem Kreditinstitut das Eigentum an der Sache, in diesem Falle dem Auto, überlassen. Dies erfolgt durch Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung sowie durch die Hinterlegung des Kfz-Briefes bei der Bank. Die Bank ist für den Zeitraum der Sicherungsübereignung Eigentümer, der Kreditnehmer kann das übereignete Auto aber weiter nutzen. In diesem Zusammenhang wird von den Kreditinstituten zur Werterhaltung oft eine Vollkasko-Versicherung des Wagens verlangt.

Abtretung von Lebensversicherungen

Bei vielen Banken ist bei Aufnahme eines Ratenkredites der Abschluss einer Restschuldversicherung obligatorisch. Damit sollen die Risiken eines Todes- oder Krankheitsfalles oder einer eventuellen Berufsunfähigkeit des Hauptverdieners abgesichert werden. In der Regel wird der Beitrag zur Restschuldversicherung in einer Summe bei Kreditabschluss fällig. Die Laufzeit der Restschuldversicherung entspricht der Kreditlaufzeit. Alternativ zu einer Restschuldversicherung ist auch die Abtretung einer bestehenden Lebensversicherung möglich. Für die Laufzeit des Darlehens werden die Ansprüche aus der Versicherung an das Kreditinstitut abgetreten. Der Vorteil dabei ist, dass die Versicherung länger läuft als der Kredit und so über die Kreditlaufzeit hinaus auch die Angehörigen absichert.

Verpfändung von Sparguthaben oder Wertpapieren

Eine weitere Möglichkeit zur Sicherung von Krediten ist die Verpfändung eines bestehenden Sparguthabens. Der Kreditnehmer verpfändet bei dieser Kreditsicherheit sein Sparguthaben in Höhe des Kreditbetrages an die finanzierende Bank. Üblicherweise wird dazu das Sparbuch oder die Sparurkunde bei der Bank hinterlegt und ein Sperrvermerk wird angebracht. Damit soll verhindert werden, dass der Kreditnehmer ohne Wissen der Bank über das Sparguthaben verfügt.

Hier stellt sich die Frage, ob es nicht mehr Sinn macht, das Sparguthaben zu verwenden, statt einen Kredit aufzunehmen. Im Prinzip ist dieses Vorgehen auch nur sinnvoll, wenn man sehr attraktive Sparzinsen erhält und bei einer Auflösung des Kontos Vorschusszinsen zahlen müsste oder auf einen Bonus verzichten müsste und die Kosten des Kredites demgegenüber geringer sind.

Auch die Verpfändung von Wertpapieren läuft identisch, nur das hier das Wertpapierdepot des Darlehensnehmers mit einem entsprechenden Sperrvermerk versehen wird.

Bürgschaft

Neben den sogenannten dinglichen Sicherheiten, hinter denen immer ein materieller Wert steht, kann ein Kredit auch durch die Bürgschaft einer dritten Person abgesichert werden. Der Bürge verpflichtet sich, sollte der Darlehensnehmer zahlungsunfähig werden, die geschuldete Kreditsumme zurückzuzahlen. Die Bürgschaft ist selbstschuldnerisch und zahlbar auf erstes Anfordern, das heißt, die Bank kann sofort, wenn der Darlehensnehmer seinen Verpflichtungen nicht mehr nachkommt an den Bürgen herantreten und die Zahlung verlangen. Bei Übernahme der Bürgschaft verlangen die Banken in der Regel eine Schufa-Auskunft sowie eine Einnahmen- Ausgabenrechnung und Gehaltsabrechnung oder auch eine Vermögensaufstellung des Bürgen. Die Einkommensverhältnisse des Bürgen werden in der Regel genauso sorgfältig wie die des Darlehensnehmers geprüft. Nach ordnungsgemäßer Rückführung des Darlehens wird der Bürge aus der Bürgschaft entlassen.

Die Bank stellt den Kredit bereit.

Gerade bei kleineren Krediten und Online-Krediten geschieht die Abwicklung dieser Schritte innerhalb von wenigen Werktagen.

Wer darf einen Kredit vergeben?

Ein Kredit muss nicht durch ein Kreditinstitut vergeben werden. Vor allem seit den fünfziger Jahren werden Kredite zunehmend auch von Händlern vergeben. Gerade im Auto-, Versand- und Möbelhandel ist dies inzwischen üblich. Auch die Vergabe von Privatkrediten ist jeder Person möglich. Allerdings darf dies keine gewerblichen Ausmaße annehmen. Bei solchen Krediten müssen zudem die gleichen Vorschriften eingehalten werden, wie sie auch von Kreditinstituten verlangt werden. Der Kreditnehmer verzichtet jedoch beim Abschluss eines Privatkredites auf verschiedene Schutzrechte.

Unerlässlich: Das Haushaltsbuch

Ein Haushaltsbuch ist eines der wichtigsten Hilfsmittel, damit Sie Ihre finanzielle Lage richtig einschätzen können. Dabei ist es fast gleichgültig, ob Sie die Aufnahme eines Kredites planen oder sie vermeiden wollen: Ohne Haushaltsbuch ist keine zuverlässige Planung möglich.

Es hilft dabei, zu ermitteln, wie hoch die monatlichen Überschüsse sind und ermöglicht es so, die maximale monatliche Tilgungsrate festzulegen. Eine genaue monatliche Auflistung von Einnahmen und Ausgaben hilft zudem dabei, Sparpotenzial zu ermitteln und auf diese Weise die Kredithöhe so gering wie möglich zu halten. Viele Menschen, die in die Schuldenfalle geraten, hätten dies durch eine sinnvolle Aufstellung der Haushaltsfinanzen vermeiden können.

Gerade in Zeiten von Online-Krediten ist es notwendig, dass sich potenzielle Kreditnehmer verstärkt mit der eigenen finanziellen Leistungsfähigkeit auseinandersetzen. Banken prüfen zwar nach wie vor das Ausfallrisiko und vergeben bei zu schlechten Werten keinen Kredit. Allerdings wirkt sich ein zu hohes Risiko, dass der Kredit nicht getilgt wird, häufig primär nachteilig auf den Zinssatz aus. Deswegen sollten Verbraucher (Verbraucherzentrale) selbst einschätzen können, welchen Betrag sie monatlich zur Verfügung haben, um einen Kredit abzubezahlen. Möglich ist dies nur durch ein ordentlich geführtes Haushaltsbuch.

Ratenkredite nur mit Bedacht beantragen!

Banken erzielen den größten Teil ihres Gewinnes mit Ratenkrediten. Schon alleine daran zeigt sich, dass ein Darlehen für den Kunden mit finanziellen Nachteilen verbunden ist. Deswegen sollten Sie sich genau überlegen, ob ein Kredit für Sie tatsächlich notwendig ist. Vor der Aufnahme eines Kredites sollten Sie in jedem Fall alle anderen Möglichkeiten ausgeschöpft haben. Die Habenzinsen sind immer geringer als Kreditzinsen. Wenn Sie also noch ungenutztes Geld auf Ihrem Sparbuch, Giro- oder Tagesgeldkonto haben, sollten Sie dieses zuerst nutzen. Zudem ist auch nicht für jede finanzielle Notlage ein Kredit notwendig. Unter Umständen reicht es, den Überziehungskredit über einen kurzen Zeitraum zu nutzen. Hierfür werden zwar wesentlich höhere Zinsen fällig, wer seinen Dispo über einen kurzen Zeitraum wieder ausgleicht, spart aufgrund der kürzeren Dauer jedoch dennoch gegenüber einem Kredit. Natürlich kann es sich auch lohnen, Verwandte oder Freunde zuerst um Hilfe zu bitten, wenn es sich nur um einen kurzfristigen Engpass handelt.

Wie wird Bonität ermittelt?

Um einen Kredit zu erhalten und möglichst günstige Konditionen zu erhalten, ist die Bonität ausschlaggebend. „Bonität haben“ will jedoch eigentlich niemand: In der Buchhaltung bedeutet diese Redewendung nämlich, dass die Bonität schlecht ist.

Eine gute Bonität setzt sich hingegen aus zwei Merkmalen zusammen: der persönlichen und der wirtschaftlichen Kreditwürdigkeit. Die persönliche Kreditwürdigkeit weist auf die Zuverlässigkeit und Zahlungswilligkeit hin. Dabei fließt jedoch nicht nur die Erfahrung ein, die Kreditinstitute oder Versandhandel mit dem Kunden gemacht haben, sondern auch berufliche und fachliche Qualifikationen. Die wirtschaftliche Kreditwürdigkeit soll hingegen möglichst genau ermitteln, wie sich die wirtschaftlichen Verhältnisse des potenziellen Kreditnehmers entwickeln werden. Dazu fließt auch die vergangene finanzielle Lage ein.

Für die Bonitätsprüfung haben Kreditinstitute verschiedene Möglichkeiten. Grundsätzlich fällt die Prüfung bei Krediten, bei denen das Ausfallrisiko aufgrund einer hohen Kreditsumme größer ist, umfangreicher und genauer aus. Für Privatpersonen wird in der Regel eine Schufa-Auskunft beantragt. Dadurch können Kreditinstitute zum einen überprüfen, ob noch laufende Darlehen abgezahlt werden müssen, zum anderen lassen sich hier Informationen zur persönlichen Kreditwürdigkeit finden. Zahlt der Kunde Rechnungen nicht, oder nur unregelmäßig, wird dies in der Regel hier vermerkt. Auch die statistische Ausfallwahrscheinlichkeit aufgrund von demografischen Daten wird von der Schufa ermittelt, auch wenn dies für Einzelpersonen nachteilig sein kann.

Zudem fordern Kreditgeber weitere Nachweise, die darüber Aufschluss geben, wie wahrscheinlich ein Ausfall ist. Hierzu zählen die Einkommenssituation, vor allem hinsichtlich Höhe, Sicherheit des Arbeitsplatzes und Arbeitgeber, die monatlichen Ausgaben wie Miete, Versicherung und Kreditrückzahlungen, die Vermögenssituation, vor allem hinsichtlich vorhandener Sicherheiten und die Schuldensituation.

Neben der Schufa gibt es auch noch andere Auskunfteien, die Daten über das Geschäftsverhalten von Privatpersonen sammeln. Allen ist gemeinsam, dass sie die Bonität des Kunden in Scores oder Ratings angeben, die den Kreditinstituten eine Einschätzung darüber liefern, wie wahrscheinlich es ist, dass der Kunde seinen Kredit tilgt.

Dabei beschränken sich Kreditinstitute gerade bei einer längeren Kreditlaufzeit nicht auf eine einzelne Abfrage, sondern stellen diese auch im Verlauf der Tilgung. Sie sind gesetzlich dazu verpflichtet, eine erneute Bonitätsprüfung mindestens vierteljährlich durchzuführen. Die meisten Kreditverträge enthalten eine Klausel, die eine Änderung der Konditionen bei einer Verschlechterung der Bonität vorsieht. Eine gängige Praktik ist es, den Kunden in diesem Fall aufzufordern, die Eigenmittelunterlegung zu erhöhen. Auf diese Weise versuchen Kreditinstitute, ihr Risiko so gering wie möglich zu halten.

Infografik Statistik Kredite

Geschichte des Kredits

Kredite sind nicht nur so alt wie das Geld, sondern sogar noch älter: Bereits aus Mesopotamien sind erste Leihgeschäfte mit Naturalien und Silber bekannt. Sogar die exponentielle Zinsrechnung lässt sich auf diese Kultur zurückführen.

Geld in Form von Münzen wurde den Mesopotamiern erst durch die Eroberung durch Alexander den Großen gegen 330 v. Chr. bekannt. Die Nutzung von Zahlungsmitteln lässt sich allerdings mindestens zweitausend Jahre früher datieren. Zudem boten auch Tempel bereits Dienstleistungen an, die auch heute untrennbar zu Banken gehören. Vor allem Sparmöglichkeiten und Kredite gehörten zu dem Angebot. Beeindruckend ist auch heute noch die Festlegung des Zinssatzes. Er orientierte sich nicht an den gesellschaftlichen Umständen, sondern ergab sich aus der Verwendung eines Zahlensystems, das auf 1/60 beruhte. Der monatliche Zins von 1/60 ergab einen Zinssatz von ungefähr 20 %. Im Codex Hammurapi, der ältesten bekannten Gesetzessammlung, die auch Kredite erwähnt, ist zudem sogar festgelegt, dass dies der maximale Zinssatz für Silberkredite ist. Konnten Schuldner ihre Kredite nicht tilgen, durften die Zinsen gepfändet werden. Die Mesopotamier kannten besicherte und unbesicherte Kredite, Hypothekenkredite und Zinszahlungen, die bei Missernten erst im folgenden Jahr fällig wurden.

Kreditinstitute sind also noch älter als das Geld. Bis dieses Wissen auch in Europa ankam, sollte jedoch einige Zeit vergehen. Hier begann die Entwicklung mit Naturalgeld (also regional wertvolle Gegenstände wie Muscheln), das Leihgeschäfte ermöglichte. Es gilt jedoch als wahrscheinlich, dass auch zuvor Sachdarlehen gewährt wurden. Im 7. Jahrhundert nach Christus wurde mit den ersten Münzen aus Edelmetallen das Kreditsystem immer differenzierter. Dies lag auch daran, dass Griechenland, als der europäische Erfinder des Kredites, mit der Versorgung durch Nahrungsmittel zu kämpfen hatte. Der Handel florierte und das Kreditwesen und das Prägen von Münzen vereinfachte das Handeln. Schnell entwickelten die Griechen verschiedene Kreditarten wie Hypothekenkredite, Exportkredite und Handelskredite. Bald gab es auch Seedarlehen, durch die Waren und Schiffsausstattung im Vorfeld finanziert wurden. Das Risiko für einen Schiffbruch mussten die Kreditnehmer teuer bezahlen: Ein Drittel des Gewinnes, also 33 % mussten sie dafür im Erfolgsfall an die Darlehensgeber abtreten.

Im Mittelalter war vor allem das Leihen von Naturalien relevant. Lehnsherren stellten Saatgut für ihre Bauern bereit und forderten einen Anteil der späteren Ernte. Da der Bauernhof gepfändet wurde, wenn die Schuld nicht bezahlt wurde, gerieten viele Bauern in die Zinsknechtschaft. Gängig waren jedoch bereits zu diesem Zeitpunkt sogenannte Kreditbriefe, die reisende Kaufleute vorlegen konnten, um sich auf Reisen Teile ihres Geldes auszahlen zu lassen. Allerdings handelt es sich hierbei weniger um einen Kredit, als um die Bereitstellung des Guthabens an einem anderen Ort. Möglich war dies auch dadurch, dass die familiäre Verknüpfung der Bankiers sehr eng war. Im Mittelalter galt für Christen ein Zinsverbot. Für Juden galt dies zwar auch, allerdings nur innerhalb der Glaubensgemeinschaft. Deswegen war es bis ins 17. Jahrhundert ausschließlich Juden möglich, Christen Geld zu leihen. Dann fiel das Zinsverbot und das Bankwesen konnte sich weiter entwickeln.

Das Bankwesen mit Leih- und Geldwechselgeschäften etablierte sich jedoch erst im 14. Jahrhundert in Europa. Ausgehend von Oberitalien und vor allem Florenz verbreitete sich das Bankgeschäft über ganz Europa. Durch die Industrialisierung entstanden Kapitalgesellschaften, was zu einer weiteren Diversifikation der Finanzdienstleistungen führte. In en 1950er Jahren gewannen auch Konsumentenkredite für Privatpersonen an Bedeutung.

Seitdem seit den 1970er Jahren das Girokonto für die deutsche Bevölkerung normal wurde, ist es wesentlich leichter für Kreditinstitute, die finanzielle Situation ihrer Kunden zu überprüfen und Kredite risikogerecht zu vergeben.

Welche Vorteile haben Online Kredite?

Durch Online-Kredite haben sich die Möglichkeiten vieler Kreditnehmer vervielfältigt. Es lohnt sich, nach Krediten im Internet zu suchen, denn viele Kreditgeber bieten online wesentlich günstigere Konditionen als die Hausbank. Grund dafür ist, dass das Internet einen kostengünstigen Vertrieb ermöglicht.

Wie funktionieren Online-Kredite?

Online-Kredite unterscheiden sich von herkömmlichen Krediten kaum. Der wesentliche Unterschied ist, dass die Beantragung nicht vor Ort, sondern online abgewickelt wird. Der Kunde kann bei vielen Kreditgebern schon vor dem Antrag durch einen Rechner feststellen, ob und zu welchen Konditionen sein Kredit bewilligt werden kann. Im Anschluss daran beantragt er den Kredit und reicht anschließend die erforderlichen Unterlagen per Mail ein. Je nach Anbieter dauert es nur wenige Werktage, bis das Geld auf seinem Konto ist. Manche Kreditgeber bevorzugen jedoch gerade bei höheren Kreditsummen eine Abwicklung per Post. Da ein persönliches Beratungsgespräch entfällt und der Kunde keine Filiale aufsucht, können Kreditinstitute online bessere Konditionen anbieten.

Worauf muss ich bei einem Online-Kredit achten?

Online-Kredite unterscheiden sich kaum von konventionellen Krediten. Allerdings sollten potenzielle Kreditnehmer folgende Tipps beherzigen:

  • Kreditgeber auf Seriosität prüfen: Im Internet gibt es einige schwarze Schafe, die Menschen in Notlage mit falschen Versprechen locken. Kreditnehmer sollten vor der Kontaktaufnahme prüfen, wie groß und etabliert der Anbieter ist und ob sich Kunden im Internet über ihn beschweren. Ein zu gutes Angebot sollte immer vorsichtig stimmen.
  • Niemals in Vorausleistung treten: Eine gängige Masche von Betrügern ist es, vor der Bewilligung des Kreditvertrages Gebühren zu erheben. Zu einem Kreditabschluss kommt es in diesen Fällen niemals.
  • Eigene Möglichkeiten kennen: Die Beratung durch die Bank entfällt bei einem Online-Kredit. Deswegen sollten Kreditnehmer im Vorfeld berechnen, welche Kredithöhe und monatliche Tilgungsrate sie sich tatsächlich leisten können. Auch die Laufzeit sollte so gewählt werden, dass keine vorhersehbaren Änderungen der Lebensumstände die Tilgung gefährden.
  • Konditionsanfrage nutzen: Wer verschiedene Anbieter vergleichen möchte, sollte „Konditionsanfragen“ und keine Kreditanfragen stellen. Letztere wirken sich auf das SCHUFA-Scoring aus.

Infografik Kreditvergabe

Kreditvergleich

Um festzustellen, welcher Kreditgeber die besten Konditionen bietet, ist es unerlässlich, Kredite zu vergleichen. Allerdings fehlt vielen Kreditnehmern das Fachwissen, um einen aussagekräftigen Kreditvergleich durchführen zu können. Das folgende Wissen erleichtert es, Kredite miteinander zu vergleichen:

Niemals Äpfel und Birnen vergleichen!

  • Um einen Kreditvergleich sinnvoll durchführen zu können, müssen Kredithöhe und Laufzeit miteinander übereinstimmen. Dann lässt sich anhand des effektiven Jahreszinses und der monatlichen Tilgungsrate leicht ablesen, welche Konditionen günstiger sind.
  • Auf keinen Fall darf nur der Nominalzins verglichen werden, da er keine aussagekräftige Bewertung ermöglicht. In ihn fließen zu viele weitere Kosten ein, die einen Kredit erheblich verteuern und von Kreditgeber zu Kreditgeber sehr unterschiedlich ausfallen können.
  • Liegen verschiedene Angebote vor, die sich in Laufzeit und Kreditsumme unterscheiden, kann ein Kreditvergleich dennoch vorgenommen werden. Allerdings ist es hierfür notwendig, die gesamte Rückzahlungssumme zu berechnen. Viele Kreditinstitute geben sie ohnehin an. Bei der eigenständigen Berechnung müssen Kreditnehmer auf den Turnus der Tilgungsrate und die Zinsberechnung achten, da dies wesentliche Merkmale bei der Zusammensetzung des effektiven Jahreszinses darstellen.
  • Ein Kreditvergleich ist außerdem nur dann möglich, wenn der Kreditgeber feste Zinsen garantiert. Sonst steigt die Belastung unter Umständen schon nach wenigen Monaten stark an und ein vermeintlich günstiger Kredit wird wesentlich teurer.

Kreditkonditionen anfordern

Für den Kreditvergleich ist es außerdem wesentlich, dass es sich um tatsächliche Angebote handelt. Viele Kreditgeber locken in Aushängen oder auf Webseiten mit guten Kreditkonditionen. Häufig sind die Bedingungen jedoch nur für Menschen nutzbar, die über eine ausgezeichnete Bonität verfügen. Deswegen ist es wichtig, Angebote einzuholen, die sich tatsächlich auf die eigene finanzielle Lage beziehen. Kreditnehmer können einen aussagekräftigen Kreditvergleich nur bei maßgeschneiderten Angeboten einholen. Glücklicherweise gibt es bei vielen Kreditinstituten einen speziellen Kreditrechner, der eine Einschätzung der Kreditkonditionen ohne persönliche Angaben ermöglicht. Ist dies nicht der Fall, sollten Kreditnehmer darauf achten, die Kreditkonditionen anzufordern und keine Kreditanfrage zu stellen, da diese den Schufa-Score nicht verschlechtert.

 

Kreditrechner

Kreditrechner im Internet sind sehr praktische Tools, die Kreditnehmern ermöglichen, alle wichtigen Merkmale von Krediten zu errechnen. Auf diese Weise lassen sich Zinskonditionen, Kreditsumme oder Tilgungsrate unkompliziert feststellen. Die Eingabe von persönlichen Daten ist dafür nicht möglich, sodass die Nutzung eines Kreditrechners anonym möglich ist.

Unabhängige Kreditrechner

Kreditrechner, die nicht von einem bestimmten Kreditinstitut zur Verfügung gestellt werden, haben häufig einen Kreditvergleich zum Ziel. Mit nur wenigen Eingaben erhält der Kunde eine Übersicht über geeignete Anbieter und kann durch weiterführende Links zusätzliche Informationen sammeln. Besonders praktisch: Häufig sind die möglichen Kreditgeber bereits nach dem günstigsten Angebot sortiert und Interessenten finden in einer tabellarischen Auflistung alle wichtigen Merkmale des jeweiligen Kredites. Auf diese Weise ist eine erste Einschätzung der Kreditangebote schon auf dem ersten Blick sichtbar. Wer sich für einen Kredit interessiert, sollte deswegen immer einen Kreditrechner nutzen, um sich eine Übersicht über die möglichen Angebote zu machen.

Andere Kreditrechner liefern hingegen wichtige Informationen, die Kreditnehmer vor Abschluss eines Kreditvertrages kennen sollten. Sie:

  • Helfen, die maximale Tilgungsrate zu ermitteln.
  • Zeigen, wie sich der effektive Jahreszins auf die Kredithöhe und Tilgungsrate auswirkt.
  • Veranschaulichen, wie Kreditkosten, Laufzeit und Tilgungsrate zusammenhängen.
  • Ermitteln die maximale Kreditsumme.
  • Geben einen Eindruck darüber, wie sich Sondertilgungen auf die Kreditkosten auswirken.

Kreditrechner von Kreditinstituten

Kreditrechner, die online von Kreditgebern angeboten werden, verfolgen in der Regel bereits den Zweck, Kunden über die möglichen Kreditkonditionen aufzuklären. Notwendige Angaben sind deswegen häufig:

  • Kredithöhe
  • Gewünschte Laufzeit
  • Nettoeinkommen
  • Ausgaben wie Wohnkosten, Kfz, Raten für andere Finanzierungen, Versicherungsbeiträge, Sparbeiträge
  • Anzahl der Personen im Haushalt
  • Wohnsituation

Mithilfe des Haushaltsrechners lässt sich schon vor der Beantragung ermitteln, ob und zu welchen Konditionen ein Kredit gewährt werden kann. Viele Kreditinstitute bieten zudem spezielle Rechner zur Baufinanzierung oder zum Fahrzeugerwerb an.

Allerdings ist hier bei manchen Anbietern Vorsicht geboten: Wer bei solchen Kreditrechnern am Ende auf „Beantragung“ klickt, stellt in vielen Fällen bereits einen gültigen Kreditantrag, der in der Schufa gespeichert wird.

 

Seriöse Kreditvermittler ohne Schufa

Für Verbraucher mit einem oder mehreren negativen Schufa-Einträgen stehen die Chancen auf einen Kredit schlecht. Diese Zielgruppe bedienen Finanzdienstleister mit dem Versprechen auf einen Kredit ohne Schufa. Zwar gibt es in diesem Segment zahlreiche unseriöse, aber auch sehr viele seriöse Anbieter. So lassen diese sich erkennen:

Was bedeutet die Schufa für den Kredit?

Bei einem Kredit ohne Schufa erfolgt keine Abfrage bei der Auskunftei Schufa. Deren Einfluss für eine Kreditvergabe ist deshalb so groß, weil nahezu jede Bank an die Schufa angeschlossen ist. Bei einem schufafreien Kredit erfolgt keine Abfrage der Daten, aber auch kein Eintrag in die Schufa. Der Finanzdienstleister hat deshalb bei einem schufafreien Kredit einen relativ hohen Prüfaufwand, weil die Einkommens- und Vermögensverhältnisse intensiv geprüft werden.

Wie schnell kann der Antrag gestellt werden?

Jeder Vermittler hat bei der Vergabe eines Kredits ohne Schufa andere Abläufe und verlangt andere Unterlagen. Häufig werden dem Kunden noch zahlreiche zusätzliche Verträge vorgelegt, die gern als zusätzliche Sicherheiten bezeichnet werden. Dabei handelt es sich um relativ teure Restschuldversicherungen, die dem Kreditnehmer lediglich Sicherheit vorgaukeln. Eigene Sicherheiten stellen zu können, ist die bessere Variante.Neben dem effektiven Jahreszins sind auch folgende Punkte für den Kreditnehmer wichtig: die Ratenhöhe, die Zeitdauer bis zur Auszahlung, minimale und maximale Laufzeit und Kreditsumme – und ob zusätzliche Gebühren für Bearbeitung oder Vermittlung anfallen.

Folgende Punkte sprechen für unseriöse Anbieter:

  • keine Sicherheiten sind notwendig
  • schon vorher wird eine Gebühr fällig
  • zusätzliche Verträge müssen abgeschlossen werden
  • Gehaltsabtretungen und Blankoüberweisungen werden erwartet
  • die Kundendaten dürfen zu Werbezwecken weitergegeben werden
  • die Vertragsunterlagen sollen per Nachname entgegengenommen werden
  • die Kunden erhalten lediglich ein Finanzierungsangebot
  • der Vermittler macht zweifelhafte Werbeaussagen

Wann ist ein Kredit ohne Schufa sinnvoll?

In erster Linie hängt es von den persönlichen Verhältnissen ab. Für einen finanziell soliden Verbraucher macht der Kredit ohne Schufa durchaus Sinn, wenn er eine Finanzierung ohne Schufa-Eintrag stemmen möchte. Auch für Kreditnehmer, die das Darlehen mit Bürgschaften oder Sicherheiten absichern können, ist der Kredit ohne Schufa eine Lösung. Nicht empfehlenswert ist er hingegen für Verbraucher, die damit lediglich alte Verbindlichkeiten ablösen wollen. Zwar reduziert sich die Zahl der Gläubiger, allerdings oft zu einem wesentlich höheren Preis.Vor- und Nachteile gibt es auch bei seriösen Anbietern von Krediten ohne Schufa. Weil selbst erledigte Schulden noch drei Jahre in den Daten der Schufa vermerkt sind, macht er für Kunden, die ein hohes Einkommen, aber noch Altlasten hat, Sinn. Auch wenn bereits eine Finanzierung läuft, kann sich der Kredit ohne Schufa lohnen.

Kredit ohne Schufa oder Schweizer Kredit

Eine besondere Form des Ratenkredites ist der sogenannte Schweizer Kredit. Hierbei handelt es sich um einen Verbraucherkredit, der ohne Anfrage der Schufa gewährt wird. Dieser Kredit wird von Schweizer Banken angeboten, daher entfällt die Unterzeichnung der Schufaklausel. Dieser Kredit eignet sich für alle Darlehensnehmer, die trotz eines negativen Schufa-Eintrages einen Kredit beantragen möchten oder aus anderen Gründen nicht möchten, dass ihre Kreditaufnahme bei der Schufa gemeldet wird.

Aufgrund des erhöhten Risikos bei der Kreditvergabe sind die Zinsen auch deutlich höher als bei normalen Ratenkrediten. Darüber hinaus fallen in der Regel noch Gebühren für einen Kreditvermittler an, der den Kunden die ausländischen Banken vermittelt. Üblicherweise bieten die Kreditvermittler ihre Dienste über das Internet an. Auch die Darlehenshöhe ist bei einem schufafreien Kredit beschränkt, sie beträgt rund 3.500,00 Euro. Größere Maßnahmen sind also mit einem Schweizer Kredit nicht zu realisieren.

Zu beachten ist, dass auch die Schweizer Banken die Bonität der Darlehensnehmer prüfen und ein regelmäßiges Einkommen mittels Vorlage von Gehaltsabrechnungen nachgewiesen werden muss. Zur Prüfung, ob die Rate getragen werden kann, ist eine Einnahmen- Ausgabenrechnung erforderlich. Das Alter der Darlehensnehmer muss zwischen 18 und 58 Jahren liegen und sollte bereits ein Darlehen in der Schweiz bestehen, darf dieses höchstens noch einen Restsaldo von 600 Euro haben.

Wie ist der Ablauf eines Schweizer Kredites?

In der Regel läuft die Beantragung des Kredites über einen Onlineantrag bei einem Kreditvermittler. Nach einer vorläufigen Entscheidung, die in der Regel gleich online mitgeteilt wird, müssen die ausgedruckten Unterlagen an den Kreditvermittler gesandt werden, der diese dann zur Prüfung an eine Schweizer Bank weitergibt. Diese fällt dann die endgültige Entscheidung über die Kreditvergabe und der Darlehensvertrag kann unterzeichnet werden.

 

Infografik Schufa

Wie die Schufa umgehen

Bei Aufnahme des Kredites muss vom Kreditnehmer die sogenannte Schufa-Klausel unterschrieben werden. Damit willigt er ein, dass die Bank seine Daten bei der Schufa anfragt und den gewährten Kredit dort meldet.

Was ist die Schufa eigentlich?

Die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung, kurz Schufa, ist ein Zusammenschluss deutscher Kreditinstitute zum Schutz von Kreditrisiken. Die Schufa sammelt neben den persönlichen Daten wie Anschrift und Geburtsdatum vor allem Daten über die bestehenden Verbindlichkeiten.

Welche Daten werden gespeichert?

Es werden Daten über Bankkonten, Kredit, Bürgschaften, Mobilfunk- und Leasingverträge gespeichert. Kommt es zu einer Störung des Vertrages, also treten Ratenrückstände auf oder wird dem Kunden sogar gekündigt, so wird dieses an die Schufa gemeldet. Auch weitere Vollstreckungsmaßnahmen, wie Eidesstattliche Versicherung oder Haftbefehl werden bei der Schufa gespeichert.

Wie erfolgt die Datenauswertung?

Aus allen Daten ergibt sich für jeden Darlehensnehmer ein Punktestand, der sogenannte Score. Jeder Kreditnehmer wird mit einer gleichwertigen Gruppe verglichen und ihm wird ein bestimmter Prozentsatz zwischen 1 und 100 zugeordnet. Je niedriger der Score, desto niedriger ist die Zahlungsfähigkeit des Kunden und die Chancen auf eine ordnungsgemäße Rückführung des Kredites sinken. In der Regel werden die Banken dann von einer Kreditvergabe absehen.

Hat der Verbraucher Zugriff auf seine Daten?

Jeder hat das Recht, sich über die über ihn gespeicherten Daten zu informieren. Einmal pro Jahr kann der Verbraucher eine kostenlose Auskunft über seine Schufadaten verlangen. Sollten hierbei falsch gespeicherte Angaben entdeckt werden, so empfiehlt es sich, die sofortige Löschung bzw. Änderung zu verlangen. Denn falsch gespeicherte Informationen können dazu führen, dass die Kreditwürdigkeit eines Kunden falsch bewertet wird.

 

Ratenkredit

Ein Ratenkredit oder auch Anschaffungs- oder Konsumentenkredit ist ein Kredit, der an eine Privatperson gewährt wird und der in monatlich gleichbleibenden Raten innerhalb einer bestimmten Laufzeit zurückgezahlt wird.

Gerade wenn der Kauf eines neuen Autos oder eine andere größere Anschaffung geplant ist, und das Sparkonto nicht geplündert werden soll, bietet sich die Aufnahme eines Ratenkredites an. Da es sich in der Regel um einen höheren Betrag handelt, sollte hier aufgrund der hohen Zinskosten nicht der Dispo des Girokontos genutzt werden. Beim Vergleich der Kosten für einen Anschaffungskredit sollte der angegeben Effektivzins verglichen werden. In diesen werden alle für den Kredit anfallenden Kosten wie beispielsweise Bearbeitungsgebühren mit eingerechnet. Es gilt: Je niedriger der Effektivzins, desto günstiger ist der Kredit.

Wie beantragt man einen Ratenkredit?

Jeder, der mindestens 18 Jahre alt ist, seinen Wohnsitz in Deutschland hat und nachweisen kann, dass er seit mindestens sechs Monaten beim gleichen Arbeitgeber beschäftigt ist, kann einen Konsumentenkredit beantragen. Auch eine positive Schufaauskunft ist erforderlich. Kreditanfragen von Mitarbeitern von Zeitarbeitsfirmen werden von den meisten Kreditinstituten abgelehnt.

Üblicherweise müssen bei einer Kreditanfrage die letzten drei Gehaltsabrechnungen vorgelegt werden. Gegebenenfalls muss auch ein ungekündigtes Arbeitsverhältnis nachgewiesen werden. Ebenfalls notwendig ist die Vorlage des Personalausweises. Bei einer Kreditaufnahme bei der Hausbank ist die Abwicklung in der Regel besonders einfach. Die Bank kann die Gehaltseingänge anhand des Girokontos nachvollziehen, denn der Darlehensnehmer und seine persönliche Situation sind dort bereits bekannt. Anhand einer monatlichen Einnahmen- Ausgabenrechnung bei der Miete, Lebenshaltungskosten und weitere Ausgaben berücksichtigt werden, wird dann überprüft, ob die monatliche Rate getragen werden kann. Nach Unterzeichnung des Kreditvertrages kann dann in der Regel gleich über die Kreditsumme verfügt werden.

Sicherheiten für einen Ratenkredit

Ob Sicherheiten für einen Kredit hinterlegt werden müssen, hängt von der Höhe des Kredites und der Entscheidung der Bank ab. Oftmals verlangt die Bank zur Absicherung von Berufsunfähigkeit oder Todesfall den Abschluss einer Restschuldversicherung. Sollte der Kreditnehmer bereits eine Lebensversicherung haben, so kann auch die Abtretung der Versicherung an die Bank für die Laufzeit des Kredites verlangt werden. Beim Kauf eines neuen Autos ist es oftmals auch üblich, dass der Kfz-Brief als Sicherheit bei der Bank hinterlegt wird.

Wie lange läuft ein Ratenkredit?

In der Regel liegen die Laufzeiten bei Konsumentenkrediten zwischen 12 und 72 Monaten. Ausschlaggebend für die Ermittlung der Laufzeit ist die Ratenhöhe, die aus dem monatlichen Einkommen getragen werden kann. Gemeinsam mit der Bank wird anhand der monatlichen Einnahmen- Ausgabenrechnung die monatliche Rate, aus der sich dann die Kreditlaufzeit ergibt, festgelegt.

 

Dispokredit

Der häufigste Kredit ist der Dispositionskredit auf dem Girokonto, kurz Dispo. Nach Absprache mit der Bank wird dieser Kredit dauerhaft auf dem Girokonto zur Verfügung gestellt.

Wozu wird der Dispositionskredit verwendet?

Gerade wenn kurzfristige Zahlungsengpässe überbrückt werden müssen, ist der Dispositionskredit geeignet. Wenn das monatliche Gehalt noch nicht auf dem Konto eingegangen ist und eine größere Rechnung bezahlt werden muss, bietet sich die Inanspruchnahme des Dispos an. Bei vielen Banken wird gleich bei Kontoeröffnung über die Einräumung eines Dispositionskredites gesprochen.

Wer mindestens 18 Jahre alt ist und regelmäßige Gehaltseingänge auf sein Girokonto erhält, der kann bei seiner Hausbank einen Kreditrahmen beantragen. In der Regel verläuft die Einräumung des Dispos unbürokratisch und der Kunde kann nach Unterzeichnung einer entsprechenden Vereinbarung schon am nächsten Tag über die Kreditlinie verfügen. Die Höhe des Kredites ist abhängig von der Höhe der monatlichen Geldeingänge. Darüber hinaus dürfen keine negativen Schufaeinträge vorhanden sein.

Als Faustregel gilt, dass der Dispo maximal in Höhe des dreifachen Nettogehaltes gewährt wird. Letztlich ist die Höhe des Kreditrahmens von der Entscheidung der Bank abhängig.

Die vertragliche Gestaltung

Die Laufzeit eines Dispos wird bis auf weiteres gewährt, denn es werden keine festen Raten zur Rückzahlung vereinbart. Der Kreditnehmer muss selbst darauf achten, die Inanspruchnahme auszugleichen. Zinsen werden nur auf den in Anspruch genommenen Kreditbetrag berechnet. Die meisten Banken prüfen die Kreditlinien von Zeit zu Zeit und nehmen gegebenenfalls Anpassungen vor.

Was sollte bei einem Dispokredit beachtet werden?

Sinnvoll ist es, den Dispo wirklich nur für kurzfristige Überziehungen zu nutzen. In der Regel ist der Zinssatz für einen Überziehungskredit recht hoch. Insofern kann eine längere Inanspruchnahme teuer werden und mit der Kontoabrechnung schneit die unangenehme Überraschung ins Haus.

 

Baufinanzierung

Wer sich den Traum vom eigenen Heim erfüllen möchte, der benötigt eine Bau- oder Immobilienfinanzierung. Die Kreditbeträge sind bei Baufinanzierungen sehr hoch sind und der Kunde geht eine langjährige vertragliche Verpflichtung ein, daher ist eine sorgfältige und kompetente Planung unerlässlich.

Bei einem Vergleich der Konditionen für Baufinanzierungen ist der Effektivzins entscheidend, in diesen werden alle bei Darlehensaufnahme entstehenden Kosten mit eingerechnet. Auch die Zeit, in der keine Bereitstellungszinsen gezahlt werden müssen ist gerade bei Krediten, die nicht in einer Summe ausgezahlt werden ein Kriterium.

Wie ist der Ablauf einer Immobilienfinanzierung?

Nachdem der Darlehensnehmer seine Wunschimmobilie gefunden hat, sollte er möglichst schnell einen Termin mit seiner Bank vereinbaren. Es müssen alle Unterlagen vorgelegt werden, die den Kauf oder den Neubau des Objektes betreffen. Hierzu zählen eine nachvollziehbare Gesamtkostenaufstellung, gegebenenfalls die Baugenehmigung, der Kaufvertrag und bei einem Neubau der Vertrag mit der Baufirma. Anhand dieser Unterlagen setzt die Bank einen Beleihungswert für das Objekt fest und fällt die Kreditentscheidung. In die Entscheidung fließen auch die persönlichen Einkommens- und Vermögensverhältnisse des Darlehensnehmers mit ein. Entscheidend ist, ob die monatliche Rate aus dem Einkommen des Kreditnehmers getragen werden kann.

Nach Unterzeichnung des Kreditvertrages zahlt die Bank den Kredit nicht in einer Summe aus. Eine Baufinanzierung ist zweckgebunden, das heißt, ausgezahlt wird nur nach Vorlage bestimmter Voraussetzungen. Bei einem Neubau wird der Kreditbetrag nach Baufortschritt ausgezahlt, hierzu muss der Kreditnehmer in der Regel Bautenstandsberichte sowie entsprechende Rechnungen vorlegen. Beim Kauf eines bestehenden Objektes wird der Kaufpreis bei Fälligkeit in einer Summe ausgezahlt.

Wie erfolgt die Absicherung des Immobilienkredites?

In der Regel wird zur Absicherung des Darlehens eine Grundschuld in Darlehenshöhe zu Gunsten der finanzierenden Bank im Grundbuch des Beleihungsobjektes eingetragen. Nach vollständiger Rückzahlung des Kredites kann die Löschung der Grundschuld beantragt werden.

Wie wird die Immobilienfinanzierung zurückgezahlt?

Da es sich bei Baufinanzierungen immer um sehr hohe Darlehensbeträge handelt, ist eine Laufzeit von bis zu 30 Jahren die Regel. Klassisch wird die Baufinanzierung über Annuitäten zurückgezahlt. Die Annuität setzt sich aus dem vereinbarten Zins- und Tilgungssatz zusammen. Die Zinsen werden nur auf die noch geschuldete Summe berechnet, so dass der Zinsanteil im Laufe der Zeit sinkt und der Tilgungsanteil entsprechend ansteigt.

Infografik Baufinanzierung

 

Umschuldung bestehender Verbindlichkeiten

Eine Umschuldung kann anstehen, wenn die Zinsfestschreibungszeit einer Baufinanzierung endet oder ein Raten- oder Dispositionskredit neu geordnet werden soll. Die Umschuldung und Neuordnung bietet dem Kreditnehmer die Chance, seine monatlichen Belastungen zu senken.

Einen Dispositionskredit umschulden

Oftmals ist der Dispo auf dem Girokonto ausgereizt und eine Rückführung aus den monatlichen Eingängen ist nicht mehr möglich. Gerade wenn der Saldo auf dem Girokonto dauerhaft im Minus steht, sollte eine Umschuldung in Betracht gezogen werden. Der Vorteil ist, dass bei einer Umschuldung in einen Ratenkredit der Kreditbetrag in monatlich gleichbleibenden Raten erfolgt und der Kreditnehmer nicht mehr mit dem Sollsaldo auf seinem Konto jonglieren muss. Außerdem sind die Zinssätze für Ratenkredite erheblich günstiger, so dass sich langfristig auch Geld einsparen lässt.

Die Umschuldung eines Ratenkredites

Wer bereits einen Ratenkredit aufgenommen hat und aktuell neuen Finanzierungsbedarf hat, der kann darüber nachdenken, den alten Kredit abzulösen und die Kreditsumme aufzustocken. Gerade wenn der Zinssatz des neuen Kredites erheblich günstiger ist, kann sich das lohnen und die monatliche Ratenbelastung kann so überschaubar gestaltet werden. Auch die Zusammenlegung einzelner Anschaffungskredite kann aufgrund besserer Zinskonditionen zu einer erheblichen Reduzierung der monatlichen Belastung führen.

Die Umschuldung einer Baufinanzierung

Wenn die Zinsfestschreibungfrist einer Baufinanzierung endet, ergibt sich die Möglichkeit zur Umschuldung des Darlehens. Ein Vergleich der einzelnen Angebote kann sich lohnen, denn viele Banken machen ihren Kunden recht unattraktive Prolongationsangebote, weil der Kunde vor dem Aufwand einer Umschuldung zurückschrecken könnte. Doch gerade bei hohen Kreditbeträgen, wie sie bei Baufinanzierungen der Fall sind, kann ein niedriger Zinssatz zu einer erheblichen Verringerung der Rate führen. Und wer hat nicht gern am Monatsende noch etwas Geld zur Verfügung? Zu beachten ist aber, dass bei einer Umschuldung zu einem anderen Institut weitere Kosten wie beispielsweise Gebühren für die Umschreibung der Sicherheiten entstehen.